Mit der (hiesigen)
Veröffentlichung von Final Fantasy XII geht eine lange Odyssee zu Ende: Als die
Arbeiten zu Final Fantasy XII einst im Jahre 2001 begangen, hieß die zuständige
Softwareschmiede noch Square, die PlayStation 2 steckte in den Kinderschuhen und
Gerhard Schröder war deutscher Kanzler. Inzwischen sind Square und der
langjährige Konkurrent Enix als Square-Enix vereint worden, die PlayStation 2
bereitet sich langsam aber sich auf die letzte Ölung vor und wer nicht weiß,
wer aktuell Kanzler ist, sollte seine Nase lieber in die Zeitung, anstatt in
Videospiel-Reviews stecken. Die Erwartungen stiegen durch die lange
Entwicklungszeit kontinuierlich an. Schließlich versprachen die Macher hinter
der Erfolgsserie längst überfällige Neuerungen, die den Staub aufwirbeln sollten,
der sich, auch wenn das durch das Alter bedingt nur natürlich ist, nach all den
Jahren auf die Reihe gelegt hat.
Krieg liegt in der Luft
Teil Zwölf der Saga hat es nach
Ivalice verschlagen, jener Welt, die schon den Final Fantasy Tactics Spielen
und Vagrant Story als Bühne diente, auch wenn sich die Geschichte von FF XII in
einer anderen Epoche abspielt. Im wahrscheinlich längsten Rendervorspann der
Rollenspielgeschichte werden wir Zeuge, wie im kleinen, mit mediterranem
Einschlag versehenen Königreich Dalmasca eine prachtvolle Hochzeit zelebriert
wird, an der das ganze Volk teilnimmt. Es dauert jedoch nicht lange, bis die
Harmonie zwischen dem jungen Paar, bestehend aus Prinzessin Ashe B'nargin Dalmasca und Lord Rasler aus
Nabradia, zerstört wird, denn das verfeindete Königreich Archadia,
welches nicht umsonst oft einfach nur als das „Imperium“ bezeichnet wird,
streckt seine gierige Hand nach Dalmasca und Nabradia aus und überzieht beide
hoffnungslos unterlegene Länder mit Krieg. In Folge dessen wird Lord Rasler
getötet und der König Dalmascas willigt der Unterzeichnung eines
Friedenvertrages ein, der jedoch nichts anderes, als die Eingliederung in das
Imperium Archadias bewirkt. Bei der geplanten Unterzeichnung des Vertrages kommt
es zur Katastrophe: Ein Anführer des Ritterordens Dalmascas will die
Unterzeichnung verhindern und ermordet den König, dem er Verrat vorwirft. Ein
junger Soldat namens Reks bezahlt bei diesem Vorfall ebenfalls mit dem Leben,
als er erfolglos versucht, den Anschlag zu vereiteln. Als Prinzessin Ashe von
diesen Geschehnissen erfährt, begeht sie schließlich in Verzweiflung Selbstmord.
Damit ist das Reich von Dalmasca am Ende und gerät unter die völlige Kontrolle
des Imperiums.
Zwei Jahre später machen wir die
Bekanntschaft von Vaan, dem jüngeren Bruder des ermordeten Reks, der seine
Tage in Dalmasca damit verbringt, die Schergen des Imperiums zu bestehlen und
von einem besseren Leben als Pirat auf einem Luftschiff zu träumen. Das Leben
Vaans gerät ordentlich aus den Fugen, als er die beiden tatsächlichen
Luftpiraten Balthier und Fran kennen lernt und die Bekanntschaft mit den Rebellen
macht, die Dalmasca von den Ketten des Imperiums befreien wollen, was dem
Imperium natürlich nicht entgangen ist…











