Schwerter klirren, Menschen schreien vor Schmerz, Blutfontänen spritzen bis zur Decke... Das ist die Welt der Samurai, die Ritter des mittelalterlichen Japans. Sie lebten für Ehre und Ruhm, sie war ihren Herren zu 100 % loyal, und sie waren die größten Krieger aller Zeiten, die sich einem beinharten Kodex verschrieben haben: dem Bushido. Einer dieser Samurais dürft jetzt ihr sein, in Crave Entertainments Kengo - Masters of Bushido.
Was als erstes gesagt sein sollte ist die Tatsache, dass Kengo kein Beat ´em Up im üblichen Sinne ist. Der Scherpunkt des Spieles liegt eindeutig auf Simulation der asiatischen Schwertkampfkunst. Nur durch sinnloses Draufdreschen kommt man hier nicht weiter, vielmehr sind genaues Timing, Blocken und Kontern und natürlich Ausweichen gefragt. Wer Kengo von diesem Standpunkt betrachtet, der wird seine helle Freude mit dem Spiel haben.
Möglichkeiten in Hülle und Fülle
Zu Beginn des Spieles kann man zwischen Tournament, Single Player und Versus Mode wählen. In Tournament kämpft man mit einer Energieleiste gegen eine Vielzahl von Gegnern, wie im Survival-Modus der Genreverwandten. Zu Beginn stehen einem nur wenige Spielfiguren zur Auswahl, doch im Single Player-Modus können über 20 neue Charaktere freigespielt werden. Letzterer stellt außerdem den umfangreichsten und innovativsten Teil von Kengo dar. Zu Beginn wählt man aus einer von drei Spielfiguren, die sich in den Werten Attack Speed, Attack Power, Spirit, Insight und Agility voneinander unterscheiden. Hat man sich erst einmal für einen der Charaktere entschieden, wählt man ein Dojo und beginnt mit seinem Meister zu trainieren. Hier gilt es als erstes die Grundtechniken wie Schlagen, Blocken und Parieren zur erlernen. Danach geht es ans Eingemachte: Man hat die Möglichkeit, die verfeindeten Dojos herauszufordern. Hier kämpft man zuerst gegen die Schüler, bis man schließlich zum Meister kommt. Als Belohnung für den Sieg bekommt man ein besonderes Schwert sowie verschiedene Schlagtechniken, doch dazu später. Mit jedem besiegten Gegner bekommt man Punkte in den verschiedenen zuvor erwähnten Kategorien. Doch um Fähigkeiten zu erweitern, muss vorher die Grundlage geschaffen werden. Und hier kommt eine der größten Innovationen des gesamten Genres. Man muss durch verschiedene Samurai-Übungen seine Fähigkeiten ausbauen. So steht man z. B. unter einem Wasserfall und muss mit der Kreis-Taste seinen Spirit erhöhen (durch schnelles Drücken), doch gleichzeitig verliert man HP. Hört man auf, die Kreis-Taste zu drücken, erholt sich die Energieleiste wieder. So muss man Spirit und Health immer im Lot halten, um diese Fähigkeit zu erweitern. Um Agility zu erhöhen, muss man in einer Schlucht in kürzester Zeit Bambus-Bäume abhacken. Umso mehr man schafft, desto mehr Punkte bekommt man dafür. Dieses System ist perfekt ausbalanciert und macht stundenlangen Spaß.












