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PlayStation 2 » Tests » T » Trapt

Trapt

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Zusätzlich zum Storymodus gibt es auch noch den Überlebensmodus. Sucht euch neun verschiedenen Fallen aus und behauptet euch so gegen eine Vielzahl von Gegnern. Als weiteren Anreiz gibt es noch ein Museum, in dem ihr euch bereits besiegte Widersacher ansehen könnt. Um die Langzeitmotivation zu erhöhen, dürft ihr das Spiel dann auch noch einmal mit anderen Charakteren durchspielen, wenn ihr genügend Punkte gesammelt habt.
 
Mir wird schwindelig
Als mittlere Katastrophe ist wohl die Kameraführung anzusehen. Nur sehr träge dreht sich diese um euch herum und das auch oftmals so, wie es gar nicht sinnvoll ist. Also benutzt ihr lieber den rechten Analogstick und führt fortan selber Regie. Dies bringt aber auch nicht wirklich viel mehr Übersicht. Vor allem wenn ihr euch auf der Flucht befindet, müsst ihr während des Laufens immer wieder die Kamerawinkel neu einstellen, um nicht dem nächsten Bösewicht direkt in die Arme zu laufen. Da es auch verschiedene Höhenlevel gibt, kommt es auch schon einmal vor, dass ihr direkt auf den Boden starrt, wo es doch besser wäre, auf die nächste Brüstung zu schauen, um eine dort untergebrachte Falle auszulösen. Hier hätte eine Sicht von oben auf das Spielfeld sicher Abhilfe geschaffen.
 
Flüssig oder zäh?
Von Anfang an fällt auf, dass es sehr viel Story zu bewundern oder zu ertragen gibt - je nachdem, wie man es sieht. So wird vor jeder Mission wieder ein wenig der Geschichte erzählt, was ja auch sinnvoll ist. Ein wenig mehr Zeit wird benötigt, wenn man auch noch mitten in einer Mission erneut auf die Zwischensequenzen stößt. Dann kommen auch noch kleine Schnipsel der verschiedenen Gegner hinzu, die vor dem Kampf und auch kurz vor ihrem Ableben noch einen Kommentar von sich geben. Wer dann immer noch nicht genug hat, der kann auch noch diverse Side Storys spielen, um so noch mehr vom Hintergrund zu erfahren. Das alles für sich genommen scheint auch als normal und sollte so in vielen anderen Spielen vorkommen, aber wenn man jetzt bedenkt, dass man für eine Mission oft nur wenige Minuten benötigt, um selbige zu erfüllen und dann immer wieder Cutscenes vorkommen, die weitaus länger dauern als das Spielgeschehen selbst, leidet darunter ein wenig der Spielfluss.
 
Etwas angestaubt
In punkto Grafik setzt dieser Titel sicher keine neuen Maßstäbe. Die Spielfiguren sind zwar recht nett anzuschauen, sind selbst aber auch kein wirkliches Highlight. Die verschiedenen Umgebungen wirken alle ein wenig leer, lassen so aber immerhin reichlich Platz, um eure Fallen auszulegen. Auch die Texturen hätten noch ein wenig mehr Abwechslung vertragen können, mal abgesehen davon, dass diese recht grobkörnig sind. Musik und Sound werden keinen Oscar gewinnen, sind aber durchaus erträglich bis gut gelungen. Was aber ein wenig gewöhnungsbedürftig sein wird, ist die japanische Sprachausgabe, welche lediglich von englischen Untertiteln begleitet wird.
 
FAZIT
Wenn man erst einmal das Spielprinzip verinnerlicht hat, kommt wirklich Spaß auf und man versucht immer wieder neue Kombinationen, um noch mehr Schaden anzurichten. Dabei war ich nicht nur erfreut über die vielen Fallen, die man selber auslegen kann, sondern auch über die, die sich schon vorher in den verschiedenen Räumen befinden. Immer wieder habe ich die Gegner in Elektroschocks laufen oder den Kronleuchter auf sie fallen lassen. Leider gibt es hier im Vergleich zur reinen Spielzeit viel zu viel Story. Also mag ich hier gar nicht von Spielfluss reden, da dieser einfach zu oft unterbrochen wird. Auch die Grafik wirkt ein wenig altbacken und konnte bei mir keine Pluspunkte sammeln. Ein wenig geschockt war ich ja von der Kombination aus japanischer Sprache und englischen Untertiteln. Da hätte man dem hiesigen Markt wenigstens eine englische Sprachausgabe oder deutschen Text verpassen können. Albträume bekomme ich aber immer noch von der Kameraführung. Wenn es je eine Fortsetzung geben sollte, gibt es hier aber mit Abstand den größten Nachholbedarf. Obwohl es zwar einige Macken gibt, welche eine höhere Wertung einfach ausschließen, hatte ich viele Stunden Spaß mit Trapt. Wer aber kein Grafikfreak ist und auch noch auf eine etwas andere Spielidee steht, der sollte ruhig mal einen Blick riskieren, es könnte genau das sein, worauf er schon lange wartet.
 Autor:
Martin Jungwirth
Testbericht
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